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30.10.2019 / Thema / Seite 12

Eindeutig nicht untergegangen

Gedanken zu zwei Bilderschauen zur Kunst in der DDR: »Utopie und Untergang« in Düsseldorf und »Ende der Eindeutigkeit« in Dresden

Peter Michel

In seinem Geleitwort zur Ausstellung »Utopie und Untergang«, die gegenwärtig im Kunstpalast Düsseldorf gezeigt wird, schreibt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier u. a., es gehe darum, kritisch und selbstkritisch zu sehen, wie die Kunst aus der DDR in der Bundesrepublik angesehen und rezipiert worden ist. Kunst sei zuallererst ein Ausdruck des Individuums, seiner ganz eigenen, kreativen Deutung der Welt und des Lebens; sie sei aber auch ein Spiegel der Zeit. Man solle Kunst jedoch nicht auf ihre politisch-gesellschaftliche Bedeutung reduzieren. Das sei ein Fehler gewesen, den die westdeutsche Seite in der Vergangenheit in bezug auf die Kunst in der DDR gemacht habe. Es gelte, einen neuen, gerechten Blick auf die in der DDR entstandene Kunst zu werfen.¹ Das klingt zunächst einleuchtend. Und das wäre wohl auch das Kriterium, an dem diese Ausstellung zu messen ist. Doch – um es vorwegzunehmen – diesen Anspruch löst die Exposition nicht ein. Selbstkritik h...

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