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26.10.2019 / Inland / Seite 4

Mittendrin statt nur dabei

Methode »Honigtopf«: LKA Nordrhein-Westfalen wollte offenbar »Reisebüro« für Dschihadisten eröffnen

Claudia Wangerin

Im Untersuchungsausschuss des Bundestags zum Lkw-Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz zeichnen sich immer mehr Parallelen zum Komplex »Nationalsozialistischer Untergrund« (NSU) ab – zumindest, was die V-Mann-Praxis im Umfeld der mutmaßlichen Haupttäter betrifft. Im aktuellen Fall geht es um eine Art »Reisebüro« für Dschihadisten, das geheime Mitarbeiter des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen gründen sollten. Im Zuge der NSU-Aufklärungsversuche wurde bereits 2012 bekannt, dass ein V-Mann des Inlandsgeheimdienstes in Baden-Württemberg um die Jahrtausendwende einen deutschen Ableger des rassistischen Geheimbunds Ku-Klux-Klan (KKK) gegründet hatte, in dem auch Polizeibeamte in ihrer Freizeit mitwirkten. Der V-Mann Achim Schmid hatte dort die Rolle eines Anwerbers – im KKK-Jargon »Kleagle« – übernommen. Die Methode wird oft mit dem Stichwort »Honigtopf« umschrieben, da potentielle »Extremisten« wie Insekten angelockt werden sollen....

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