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25.04.2003 / Inland / Seite 6

Spitzelwerbung per Zeitungsanzeige

Dubiose Firma suchte in Brandenburg Mitarbeiter für »Studie« über »oppositionelle« Jugendliche

Sibylle Rogaschewski

Die Anzeige, die der 21jährige Martin (Name geändert) in der Märkischen Allgemeinen vom 22. März entdeckte, sah vielversprechend aus: »Nebenjob! Suche politikinteressierte junge Leute ab 18!«. Der Oranienburger Student meldete sich sogleich bei der Kontakttelefonnummer des »Arbeitskreises Wissen und Fortschritt«, der die Annonce geschaltet hatte. Schnell war ein Termin für ein Vorstellungsgespräch ausgemacht. Was Martin damals noch nicht wußte: Den »Arbeitskreis Wissen und Fortschritt« gibt es nicht wirklich. Es handelt sich um eine Briefkastenfirma.

Das Vorstellungsgespräch von Martin fand Ende März in einem Café in Berlin statt. Die Frau, die er dort trifft, erklärt ihm, es gehe um Recherchen für eine Politstudie. »Wissen und Fortschritt« unterstütze Autoren und Institutionen bei ihrer Arbeit. »Wir wollen wissen, was Jugendliche dazu bewegt, Politik zu machen. Wir wollen herausfinden, warum sie in Opposition zum Staat gehen«, sagt sie. Martins Aufgab...

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