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23.10.2019 / Thema / Seite 12

Auf den Misthaufen steigen

Parlamentarismus und Gewerkschaften: Vor 100 Jahren stellte der Heidelberger Parteitag die Weichen für die Spaltung der KPD

Leo Schwarz

Der zweite Parteitag der KPD fand im Oktober 1919 ohne die überragenden Gestalten der radikalen Linken statt, die alle in den Monaten davor ermordet worden oder verstorben waren: ohne Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg, aber auch ohne Johann Knief, Leo Jogiches und Franz Mehring. Und er tagte wegen der Verfolgung der Partei und des allenthalben verhängten Belagerungszustandes unter konspirativen Bedingungen zum größeren Teil weitab von den Zentren der Arbeiterbewegung: in Heidelberg, in Mannheim, auf der Wachenburg bei Weinheim und dem Dilsberg bei Neckargemünd. Der Parteitag ist, obwohl er als Auslöser einer Parteispaltung für die weitere Entwicklung der KPD von wesentlicher Bedeutung war und mit der Gewerkschaftsfrage und der Arbeit in bürgerlichen Parlamenten in zugespitzter Form über den spezifischen historischen Kontext hinaus interessante Probleme der Strategie und Taktik einer kommunistischen Partei behandelte, heute vergessen.

Das mag, sieht man e...

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