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23.10.2019 / Inland / Seite 8

»Es stellte sich heraus: Grün ist das neue Schwarz«

Widerstand, egal, wer regiert: Zehn Jahre Protest gegen Tiefbahnhof »Stuttgart 21«. Ein Gespräch mit Matthias von Herrmann

Gitta Düperthal

Am Sonnabend, den 26. Oktober, jährt sich der Beginn der Proteste gegen den Tiefbahnhof »Stuttgart 21« zum zehnten Mal. Die 487. Montagsdemo steht bevor. Wie kann ein Infrastrukturprojekt über eine solch lange Zeit die Gemüter derart erregen?

Der alte Kopfbahnhof hat über hundert Jahre funktioniert und tut es auch jetzt noch. Es gibt viele verkehrstechnische und energetische Gründe, die dafür sprechen, ihn zu behalten und zu modernisieren. Er verfügt zum Beispiel über genug Gleise, um den bundesweit angestrebten sogenannten Deutschlandtakt zu bedienen: Züge aus allen 14 Richtungen, die Stuttgart ansteuern, können gleichzeitig in den Bahnhof fahren. So kann man bequem zwischen Fern- und Nahverkehr umsteigen. Dazu braucht man mindestens 14 Gleise. Mit nur acht Gleisen, die der neue Tiefbahnhof bekommen soll, ist das nicht machbar. Wir sind weiterhin überzeugt, dass wir in Stuttgart einen funktionierenden Kopfbahnhof brauchen – und keinen Flaschenhals namens...

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