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23.10.2019 / Ausland / Seite 7

Nervenkrieg in Bolivien

Nach Auszählung fast aller Stimmen: Präsident Morales reklamiert Sieg in erster Runde, Gegenkandidat Mesa ruft zu »Rebellion« auf

Volker Hermsdorf

In Bolivien ist der Nervenkrieg um den Ausgang der Präsidentschaftswahlen auch am Dienstag weitergegangen, angefeuert durch die extrem knappen Teilergebnisse. Diese sprachen am Vormittag (Ortszeit) von einem Sieg des Amtsinhabers Evo Morales und seiner Bewegung zum Sozialismus (MAS) mit einem Vorsprung von mehr als zehn Prozentpunkten vor seinem Gegenkandidaten Carlos Mesa und dessen konservativem Bündnis »Comunidad Ciudadana« (CC). Bei einer Auszählung von 95,69 Prozent der Stimmen kommt Morales demnach auf 46,85 und Mesa nur auf 36,74 Punkte. Bleibt das Ergebnis unverändert, bedeutet es für den Amtsinhaber die direkte Wiederwahl in der ersten Runde. Um eine Stichwahl zu vermeiden, muss Morales nicht nur über 40 Prozent der Stimmen erreichen, sondern auch mindestens zehn Punkte vor dem Zweiten liegen.

Während Boliviens erster indigener Staatschef, der alle bisherigen Präsidentschaftswahlen im ersten Wahlgang gewonnen hatte, bereits einen »weiteren Triump...

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