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23.10.2019 / Inland / Seite 4

Verfahren in Endlosschleife

Müllskandal in Sachsen-Anhalt: Seit 2015 Prozess gegen Anlagenbetreiber. Ende weiter offen, verantwortliche Politiker unbehelligt

Susan Bonath

Ein ehemaliger Landrat sitzt in Haft, lokale und überregionale Medien schweigen sich seit Monaten über die Aufarbeitung des 2008 aufgeflogenen größten bundesdeutschen Müllskandals in Sachsen-Anhalt aus. Aufgeklärt ist die Sache keineswegs: Zwei Prozesse gegen die damaligen Tongrubenbetreiber und mehrere Angestellte schleppen sich vor dem Landgericht Stendal seit 2015 und 2017 hin (Anklagen hatte die Staatsanwaltschaft bereits 2012 und 2014 erhoben). Das Ende ist weiter offen, wie Gerichtssprecher Michael Steenbuck am Dienstag auf jW-Nachfrage sagte. Wird hier auf Zeit gespielt, um wortwörtlich Gras über die verseuchten Müllkippen wachsen zu lassen?

Keineswegs, stritt Steenbuck ab. Der Grund sei der enorme Umfang der Verfahren: »Eine große Anzahl der Angeklagten, erweiterte Richterbank, gesundheitliche Schwierigkeiten eines Angeklagten, unermesslicher und hochkomplexer Prozessstoff mit 250 Umzugskartons Akten und ein zeitweiliges weiteres Parallelverfahren...

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