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21.10.2019 / Inland / Seite 5

Zuwenig Geld fürs Wohnen

Hartz IV: Diskrepanz zwischen Sozialleistungen und realen Mietkosten steigt

Susan Bonath

Die Mietzuschüsse für Bezieher von Hartz IV oder Sozialhilfe bleiben immer mehr hinter den rasant steigenden Mieten zurück. Vergangenes Jahr erkannten die Jobcenter Wohnkosten von rund 538,5 Millionen Euro nicht an. 546.500 Haushalte im sogenannten Leistungsbezug mussten im Schnitt gut 82 Euro pro Monat aus dem mageren Restbudget zuzahlen. Das Onlineportal Hartz-4-Widerspruch, das Betroffenen Hilfe anbietet, hat die Jobcenter mit den größten »Wohnkostenlücken« ermittelt. Dafür wertete es eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Fraktion Die Linke vom September aus.

Demnach müssen in Altenkirchen im Westerwald mehr als zwei Drittel der Haushalte im Hartz-IV-Bezug (67,6 Prozent) im Schnitt rund 58 Euro für die Miete draufzahlen. Im unterfränkischen Kitzingen waren es mit 65,4 Prozent, die im Schnitt 62 Euro zulegen mussten. Dem folgen die Jobcenter in Pirmasens (Rheinland-Pfalz, 63 Prozent), Rhön-Grabfeld in Bayern (60,1 Prozent) und Rotenburg ...

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