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17.10.2019 / Feuilleton / Seite 11

Ein dionysisches Werk

Rausch als Machtmittel: Hans Werner Henzes »The Bassarids« an der Komischen Oper Berlin

Kai Köhler

Dionysos, das ist der Gott des Weines, auch des Rausches, der Entgrenzung. In der Tragödie »Die Bacchantinnen« von Euripides entfaltet er seine ganze verführend-gefährliche Kraft. Er verlockt die Frauen der Stadt Theben zu wilden Festen. König Pentheus versucht, dem Einhalt zu gebieten. Schließlich schleicht er sich, als Frau verkleidet, zum gegnerischen Treiben, wird dann aber von Agave, der dem Wahn verfallenen eigenen Mutter, getötet und zerfleischt. Erst allmählich erkennt Agave, was sie getan hat. Die von Dionysos verführten Menschen sind vernichtet. Dionysos genießt seine – durch eine Vorgeschichte begründete – Rache an der thebanischen Herrscherfamilie.

Der Stoff trägt über die Jahrtausende – zwischen der Kontrolle über Gefühle einerseits, dem Wunsch loszulassen andererseits besteht noch in der gegenwärtigen Gesellschaft ein Konflikt. Auch kommt er einer Vertonung entgegen: Für den dionysischen Tanz, bis zur Katastrophe, gibt es ebenso musikalische...

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