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12.10.2019 / Schwerpunkt / Seite 3

Komplizierte Gemengelage

Abchasien nach den Wahlen: Ein Land zwischen politischem Stillstand, Wirtschaftskrise und ausgeweiteten Außenhandelsbeziehungen

David X. Noack

Der abchasische Präsident Raul Chadschimba schien angezählt, als bei den Wahlen am 25. August drei Viertel der Wahlberechtigten für die verschiedenen Kandidaten der Opposition gestimmt hatten. Chadschimba, Mitglied der Partei »Forum für nationale Einheit Abchasiens«, hatte in den 1980er Jahren für den sowjetischen Geheimdienst KGB gearbeitet und sich nach dem Beginn des abchasischen Unabhängigkeitskrieges mit Georgien im Jahr 1992 den Streitkräften des kurz zuvor ausgerufenen Staates angeschlossen. Am 8. September konnte er sich in der Stichwahl überraschend gegen den eher blassen Alchas Kwitsinia von der Veteranenvereinigung »Amzachara« durchsetzen.

Die kleine Kaukasusrepublik Abchasien hatte 1993 den Waffengang gegen Georgien gewonnen, die erstrittene Unabhängigkeit wurde aber international nicht anerkannt. Während die GUS-Staaten – allen voran Russland – drakonische Sanktionen verhängten, blieb die Seeverbindung zur Türkei das einzige Tor zur Außenwelt...

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