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08.10.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 8

»Am Ende verlieren die Betroffenen häufig ihr Land«

Folgen der Mikrokredite: In Kambodscha verschulden sich immer mehr Menschen, darunter viele Bauern. Ein Gespräch mit Naly Pilorge

Thomas Berger

Ihre Organisation hat vor kurzem eine Untersuchung zum Mikrokrediteboom in Kambodscha mit dem Titel »Collateral damage« vorgelegt (siehe jW vom Montag). Welche neuen Erkenntnisse haben Sie darin gewonnen?

Neu ist das Problem nicht. Bankenvertreter, mit denen wir im Rahmen der Untersuchung gesprochen haben, bestätigten uns, dass es diese Trends schon länger gibt. Neu ist allerdings, dass das in dieser Form nun erstmals so deutlich öffentlich gemacht wird. Bisher wurde das Thema eher unter der Decke gehalten, indem etwa vorhandene Studien – beispielsweise auch 2017 durch die deutschen Geldgeber BMZ und KfW (Entwicklungsministerium und Kreditanstalt für Wiederaufbau, jW) – nicht publiziert wurden. Wir haben jetzt 28 beispielhafte Fälle von Extremverschuldung durch solche Kredite möglichst tiefgreifend untersucht, um daraus Schlussfolgerungen zu ziehen...

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