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07.10.2019 / Politisches Buch / Seite 15

Ohne Staat und Politik

Raimund G. Philipp wendet sich am Beispiel Chinas gegen die Rückprojektion bürgerlicher Kategorien auf vormoderne Gesellschaften

Gerd Bedszent

Über die Entwicklung Chinas während der letzten Jahrzehnte und speziell über die jüngste wirtschaftliche Entwicklung des Landes ist schon viel und sehr kontrovers publiziert worden. In einem gerade von einem Wissenschaftsverlag veröffentlichten dickleibigen Werk geht es auch um China – allerdings um eine ganz andere Zeit, nämlich die Vor- und Frühgeschichte des asiatischen Landes.

Raimund G. Philipp wirft in dem Buch »Die Geschichte Chinas als Geschichte von Fetischverhältnissen« einem großen Teil der historischen Forschung »die Rückprojektion moderner Kategorien« auf vormoderne Gesellschaften vor. Viele Autoren übertrügen, als wäre das selbstverständlich, Kategorien der modernen bürgerlichen Gesellschaft auf frühe Gesellschaften – im vor- und frühgeschichtlichen China, so Philipp, habe es weder eine »Industrie« noch eine »Politik« oder gar einen »Staat« gegeben. Die Verlängerung von Gesetzmäßigkeiten des Kapitalismus in frühe Gesellschaften, die ganz and...

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