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04.10.2019 / Schwerpunkt / Seite 3

Abgehängt im Westen

Das Ruhrgebiet ist geprägt von Armut und Resignation. Forderungen nach Unterstützung strukturschwacher Regionen werden lauter

Markus Bernhardt

Die Rufe nach einer gezielten Förderung von Armutsregionen in Deutschland werden lauter. Vor allem im Rahmen der politischen Debatten um die weitgehende Abschaffung des Solidaritätszuschlags, zu der es für die übergroße Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger ab 2021 kommen soll, mehrten sich in den letzten Wochen die Appelle, strukturschwache Regionen gezielt finanziell zu unterstützen – egal, ob sie sich im Westen oder im Osten der Republik befinden. Vor wenigen Tagen forderte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) anlässlich des sogenannten Tags der deutschen Einheit in der ARD, dass Probleme durch Strukturveränderungen deutschlandweit ernstgenommen werden müssten. Die gebe es nicht nur im Osten, sondern zum Beispiel auch im Ruhrgebiet.

Tatsächlich gilt das Ruhrgebiet nicht erst seit gestern als Hotspot der Armut. Aufgrund der anhaltenden Deindustrialisierung ist die Quote der Erwerbslosen und von Armut bedrohten Menschen zwischen Rhein und Ruhr bes...

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