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16.04.2003 / Feuilleton / Seite 12

Feindliche Übernahme

Wissenschaft als Legitimation von Politik

Kurt Pätzold

Kaum über die Schwelle ihres zweiten halben Jahrhunderts getreten, veröffentlicht die Zeitschrift für Geschichtswissenschaft (2003/Heft 3) einen Beitrag, der in allen voraufgegangenen Heften seinesgleichen suchen dürfte. Die Redaktion läßt den Historiker Klaus Dietmar Henke zu Worte kommen, 1997 bis Anfang 2002 Direktor des Dresdner Hannah-Arendt-Instituts. Sein Aufsatz »Interesse und Erkenntnis« hätte auch die Überschrift »Feindliche Übernahme« erhalten können. Was er berichtet, charakterisiert das permanente Streben, Politik durch Geschichte zu legitimieren. Die Täterschaft rekrutierte sich in diesem Falle nicht aus kommunistischen Finsterlingen, sondern aus Politikern der sächsischen CDU, an der Spitze der Landesminister für Kultur, Matthias Rößler, und deren Freunden in wissenschaftlichen Institutionen des Freistaats.

Die Vorgeschichte: In einem Artikel wandte sich ein Mitarbeiter des Instituts gegen Tat und Verdienst des Arbeiters Georg Elser, der...

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