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30.09.2019 / Feuilleton / Seite 10

Der lange Weg zurück

Das Wiener Burgtheater eröffnet die neue Spielzeit mit Ulrich Rasches Inszenierung von Euripides’ »Die Bakchen«

Sabine Fuchs

Nach Paragraph zwei des österreichischen Bundestheaterorganisationsgesetzes (ja, das gibt es tatsächlich) ist das Wiener Burgtheater »das österreichische Nationaltheater und somit die führende Schauspielbühne der Republik Österreich«. Diesen einschüchternden Anspruch hat der neue Intendant Martin Kusej in seinem Sinne uminterpretiert: Das Burgtheater soll unter seiner Ägide wieder zum Ort politischer Auseinandersetzung werden.

Das sieht man auch an der Eröffnungspremiere seiner Intendanz, obwohl »Die Bakchen« von Euripides einem nicht gerade als allererstes einfallen, wenn von politischem Theater die Rede ist. Schaut man genauer hin, passt das Stück aber nicht nur in einen politischen Rahmen, sondern spannt auch einen intelligenten Bogen zur vorherigen Inszenierung des Regisseurs Ulrich Rasche, »Die Perser« des Aischylos, die im Vorjahr bei den Salzburger Festspielen Premiere hatte.

Denn im historischen Kontext stehen beide Stücke in einem politischen Spa...

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