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26.09.2019 / Inland / Seite 8

»Ein Beamter sagte, er dürfe sie anfassen, wo er wolle«

Feministisches Bündnis demonstrierte am Wochenende gegen »Lebensschützer«. Übergriffe von Polizei. Ein Gespräch mit Lili Kramer

Andreas Siegmund-Schultze

Das queerfeministische Bündnis »What the fuck« hat am vergangenen Sonnabend in Berlin zu Störaktionen gegen den von rund 6.000 christlichen Fundamentalisten ausgerichteten »Marsch für das Leben« aufgerufen. Wie bewerten Sie im Rückblick den Tag?

Wir sind sehr zufrieden und froh über den Erfolg unserer Proteste. Mit den verschiedenen Aktionen wurde der »Marsch für das Leben« von der Startkundgebung an bis zum Abschluss durchgängig gestört, beteiligt haben sich rund 5.000 Leute. Besonders erfolgreich war die Sitzblockade, die dazu geführt hat, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Marsches über eine Stunde ausharren mussten. Ihre Route wurde damit deutlich von fünf auf zwei Kilometer verkürzt.

Die Polizei beschränkte an diesem Tag mehrfach das Versammlungsrecht. So war es ohne riesige Umwege kaum möglich, zu den genehmigten Gegenkundgebungen im Berliner Stadtzentrum zu gelangen. Es wurde nach Aussehen sortiert, wer durch darf und wer nicht.

Was ist fa...

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