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26.09.2019 / Inland / Seite 4

Amtlicher Siegestaumel

Ostbeauftragter der Bundesregierung begrüßt Entwicklung in neuen Ländern seit Anschluss der DDR, ökonomischer Rückstand verringert

Kristian Stemmler

Alles halb so schlimm im Osten 30 Jahre nach dem »Mauerfall«. So könnte der Jahresbericht der Bundesregierung zum »Stand der deutschen Einheit« überschrieben sein. Ihr Beauftragter für die neuen Bundesländer, Wirtschaftsstaatssekretär Christian Hirte (CDU), stellte das Papier am Mittwoch in Berlin vor. Hirte zufolge zeigten »zahlreiche Indikatoren«, dass das Land bei der Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost und West seit 1990 »weit vorangekommen« sei. So sei die Wirtschaftskraft Ostdeutschlands von 43 Prozent im Jahr 1990 auf 75 Prozent des westdeutschen Niveaus in 2018 gestiegen.

Schon vor der Pressekonferenz hatte er gegenüber der Deutschen Presseagentur behauptet, die Lage im Osten sei »viel besser als ihr Ruf«. Er sehe »unterm Strich« eine »extrem positive Entwicklung seit der Einheit«. Vor allem Bewohner strukturschwacher Gegenden im »Beitrittsgebiet« dürften sich bei solchen Einlassungen ungläubig die Augen gerieben haben.

Der Ostbeauftragte sp...

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