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23.09.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Erpressung für den Börsengang

Erdölkonzern Aramco will in den Aktienmarkt. Saudischer Königsclan setzt reiche Familien unter Druck sich finanziell zu beteiligen

Jörg Kronauer

Die Deutsche Bank soll laut Berichten vom Wochenende eine Führungsrolle beim Börsengang des weltgrößten Erdölkonzerns Saudi Aramco spielen. Gleichzeitig wird bekannt, dass der saudische Königsclan offenbar massiven Druck auf reiche saudische Familien ausübt, sich mit beträchtlichen Summen an dem Börsengang zu beteiligen, der vor ernsten Problemen steht. Bei den Betroffenen handelt es sich zu einem guten Teil um Personen, die vor fast zwei Jahren festgesetzt wurden, weil sie nicht zur Fraktion von Kronprinz Mohammed bin Salman Al Saud gehören, dem eigentlichen Machthaber in Riad. Von offener Erpressung ist die Rede.

Der Börsengang von Saudi Aramco, den Mohammed bin Salman Anfang 2016 ankündigte, nimmt in den politischen Planungen des Kronprinzen eine zentrale Rolle ein: Er soll das notwendige Geld für ehrgeizige Megaprojekte einbringen, mit denen Riad unter Führung von MBS, wie der Kronprinz oft genannt wird, die saudische Wirtschaft aus ihrer einseitigen ...

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