14.04.2003 / Inland / Seite 6

Mächtige »Kanzlermacher«

Auf einem Kongreß in Jena plauderten Politikberater aus dem Nähkästchen des Präsentationsgewerbes

Günter Platzdasch

Es dürfte noch gut in Erinnerung sein: Exverteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) stürzte nicht etwa wegen der deutschen Beteiligung am Angriffskrieg gegen Jugoslawien, sondern wegen der Socken, die ihm sein PR-Berater Moritz Hunzinger besorgte. Von der Bundeszentrale für politische Bildung und der Friedrich-Ebert-Stiftung gesponsert, brachten Studenten in Jena am Wochenende »spin doctors« der Politikberatung zum Kongreß »Kanzler-Macher von morgen« zusammen. Hunziger war selbstverständlich mit von der Partie.

Matthias Machnig (SPD), der als »Kampa«-Chef 1998 und 2002 Schröders Kanzlerwahlkampagne führte, zum Problem: Nach der Steuerdebatte 1996/97 hätten nur sechs Prozent der Bevölkerung Grundpositionen des Streits den Parteien zuordnen können. Daher habe die SPD die Auseinandersetzung symbolisch nur auf den Spitzensteuersatz fokussiert, obwohl der »steuer- und wachstumspolitisch marginal« sei. Inzwischen sei ein Auftritt »bei Christiansen gewichti...

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