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21.09.2019 / Inland / Seite 4

Strategie der Abgrenzung

Zum Erfolg der AfD bei Arbeiterinnen, Arbeitern und Erwerbslosen – und wie ihm zu begegnen wäre

Sabine Zimmermann

Warum nur strotzt die AfD vor Kraft? Die Frage ist alles andere als neu, doch angesichts der Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg am 1. September ist es dringlicher denn je, Antworten zu finden – und Konsequenzen zu ziehen.

Die erste Erklärung ist so naheliegend wie zu kurz gegriffen: Menschen wählen eine rechte Partei, weil sie entsprechende Überzeugungen haben. Schon in der alten Bundesrepublik hatte die radikale Rechte ein Stimmenpotential von 10, 15 Prozent der Wahlberechtigten – und mehr. In Sachsen gibt es seit der »Wende« eine stabile Mehrheit aus CDU und Parteien noch weiter rechts der Mitte, wenn auch mit schwankender Zusammensetzung. Wer den Erfolg der AfD verstehen will, muss sich mit dieser Wahrheit auseinandersetzen. Doch nicht alle, die ihr Kreuz bei der AfD setzen, sind rassistischer oder autoritärer als der breite Durchschnitt der Gesellschaft.

Es muss also noch andere Gründe geben, und es gibt sie reichlich. Die Wahlanalysen sprechen...

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