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20.09.2019 / Schwerpunkt / Seite 3

Weiterer Tatverdacht

Hauptverdächtiger im Mordfall Walter Lübcke könnte dreieinhalb Jahre zuvor auf Asylbewerber eingestochen haben

Claudia Wangerin

Gegen den mutmaßlichen Mörder des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke wird wegen eines weiteren Gewaltverbrechens ermittelt. Der Neonazi Stephan Ernst, der wegen des Mordes an Lübcke seit Mitte Juni dieses Jahres in Untersuchungshaft sitzt, war zuvor angeblich neun Jahre lang nicht mehr aktenkundig geworden. Mehr als zweifelhaft ist, ob der heute 45jährige zwischen seiner letzten Verurteilung wegen Landfriedensbruchs im Jahr 2010 und dem Entschluss, Walter Lübcke zu erschießen, tatsächlich inaktiv war.

Am Donnerstag teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit, Ernst stehe im Verdacht, am 6. Januar 2016 versucht zu haben, einen irakischen Asylbewerber im Kasseler Vorort Lohfelden zu töten. Er soll dem Mann von hinten mit einem Messer in den Rücken gestochen haben.

Die Bundesanwaltschaft geht von einem Mordversuch in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung aus. Sie habe die Ermittlungen übernommen, weil es um »eine staatsschutzspezifische T...

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