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18.09.2019 / Ausland / Seite 7

Tunesiens Eliten abgestraft

Nach der ersten Runde der Präsidentschaftswahl stehen zwei Politikneulinge im Oktober in der Stichwahl

Sofian Philip Naceur, Tunis

Die am Sonntag durchgeführte erste Runde der Präsidentschaftswahl in Tunesien gleicht einem politischen Erdbeben. Die Eliten des Landes sowie sämtliche Parteien, die seit 2011 Parlament und Exekutive dominiert haben, mäandern seit Bekanntgabe der vorläufigen Endergebnisse irgendwo zwischen Schnappatmung und Schockstarre. Die etablierten Parteien wurden in bisher beispielloser Manier abgestraft. Die Polarisierung der letzten Jahre zwischen wirtschaftsliberal-säkularen Modernisten und gemäßigten Islamisten dürfte damit in ihrer bisherigen Form der Vergangenheit angehören.

Ein schwaches Abschneiden der Präsidentschaftskandidaten aus den Reihen ebenjener Parteien war zwar gemeinhin erwartet worden, das vorläufige offizielle Endergebnis der ersten Wahlrunde ist dennoch überraschend. In der im Oktober stattfindenden Stichwahl stehen sich nun der ultrakonservative und parteilose Verfassungsrechtler Kaïs Saïed und der Medienmogul Nabil Karoui gegenüber. Dabei erz...

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