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17.09.2019 / Feuilleton / Seite 10

Lohn der Spionage

Helmut Höge

Berlin ist zwar nicht mehr unbedingt ein Zentrum der Spionage, verfügt aber über ein Spionagemuseum in zentraler Lage (Leipziger Platz, beim Dalí-Museum). Dort erfährt man viel über die deutsch-deutschen Agenten, zu denen auch Amerikaner und Russen zählten. Der Beamte des Bundesverfassungsschutzes Hansjoachim Tiedge verfiel nach dem Tod seiner Frau »zusehends dem Alkohol, spielte, ließ sich gehen«, ist dort etwa zu lesen. »Er stand vor einem Scherbenhaufen. 1985 trat Tiedge die Flucht nach vorne an« – in die DDR: »Tiedge wurde vom DDR-Auslandsgeheimdienst, der HVA (Hauptverwaltung Aufklärung), in ein streng bewachtes Haus vor den Toren Berlins gebracht. Alkohol und Prostituierte wurden ihm zugeführt, letztere verweigerten nach Auskunft des Leiters der HVA, Markus Wolf, bei Tiedges Anblick allerdings den Dienst.«

Als Tiedge sich später etwas erholt hatte, schrieb er – wie vor ihm schon Heinz Felfe, KGB-Agent beim BND – an der Berliner Humboldt-Universität ...

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