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17.09.2019 / Inland / Seite 8

»Wir wollen nicht, dass unsere Nachbarn verschleppt werden«

Gegen Abschiebungen: Leipziger Aktivisten protestieren an Flughafen und an Unterkünften. Ein Gespräch mit Flo Linde*

Gitta Düperthal

Die Gruppe »Protest LEJ«, benannt nach dem Leipziger Flughafen, leistet Widerstand gegen Abschiebungen unter dem Slogan »Solidarität muss praktisch werden«. Am 9. Juli demonstrierten spontan etwa 500 Leute, um die Abschiebung eines syrischen Kurden zu blockieren. Montag vergangener Woche gab es erneuten Protest. Worum geht es Ihnen?

Unsere Gruppe ruft engagierte Leipzigerinnen und Leipziger zur Solidarität mit Menschen auf, die von Abschiebungen bedroht sind. Wir wollen nicht, dass unsere Nachbarinnen und Nachbarn der Stadt entrissen und an Orte verschleppt werden, an denen sie nicht leben wollen. Ob wir Abschiebungen verhindern können, ist fraglich. Zumindest aber wollen wir der Öffentlichkeit und den Betroffenen signalisieren, dass wir sehen, was mit ihnen passiert, und dass wir uns dagegen aussprechen.

Unsere Gruppe hatte es schon länger gegeben, aber nach der Demo am 9. Juli haben wir sie neu belebt. Wenn wir von einer bevorstehenden Abschiebung erfah...

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