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14.09.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Ineffektive Geldvermehrung

Zu Lust und Risiken des Kapitalverkehrs

Lucas Zeise

Angesichts der zurückkehrenden Rezession und bevor die Europäische Zentralbank (EZB) die Notstandszinsen von null Prozent wieder anheben kann, greift sie erneut in die Trickkiste, um die Kapitalisten der Euro-Zone vielleicht doch noch zu ein wenig Kreditaufnahme zu ermuntern: Der kleine Strafzins für die Banken, wenn sie Geld nutzlos auf ihrem Zentralbankkonto liegen lassen, wird von 0,4 auf 0,5 Prozent erhöht. Die EZB wird den Geldhäusern auch wieder Staatsanleihen der Euro-Mitgliedsstaaten abkaufen – und so den Kreditinstituten monatlich etwa 20 Milliarden Euro zusätzlich zur Verfügung stellen und nebenbei den schwächeren Euro-Staaten bei der Schuldenaufnahme behilflich sein.

Die Opposition gegen diese Maßnahmen war im Vorfeld laut und bediente sich weitgehend absurder Argumente – etwa dem, dass das niedrige Zinsniveau dem Sparer die private Altersvorsorge unmöglich mache. (Bei höheren Zinsen frisst die ebenfalls höhere Inflation das bisschen Ersparte. ...

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