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14.09.2019 / Ausland / Seite 7

Im Tod wieder ein Held

Robert Mugabe bekommt in Simbabwe ein Staatsbegräbnis

Christian Selz

An Robert Mugabe schieden sich die Geister. Für viele Simbabwer war er der Befreier, der das weiße Rassistenregime in die Knie zwang. Für andere, vor allem in der Provinz Matabeleland, war er der grausame Herrscher, der für Massaker an Oppositionellen verantwortlich war, denen Mitte der 80er Jahre etwa 20.000 Menschen zum Opfer fielen. International schadete ihm das lange wenig. Erst als im Jahr 2000 weiße Farmer von ihren Ländereien vertrieben wurden, galt Mugabe im Westen als Tyrann. In Afrika hingegen hält sich das Bild des revolutionären Vorkämpfers. Am Sonntag nun soll Mugabe, der am Freitag vor einer Woche im Alter von 95 Jahren verstarb, auf dem National Heroes Acre der Hauptstadt Harare beigesetzt werden.

Zwist hatte es in den vergangenen Tagen um die Beerdigung gegeben. Während die Regierung das Staatsbegräbnis bereits angekündigt hatte, ließ Familie Mugabe noch am Donnerstag verlauten, es werde lediglich eine Familienzeremonie geben. Am Freitag ...

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