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13.09.2019 / Feminismus / Seite 15

Leise Chronistin

Die »goldenen 1920er« prägten die spätere Exilschriftstellerin Joe Lederer aus Wien. Zu ihrem 115. Geburtstag wurde ihr Roman »Bring mich heim« neu aufgelegt

Christiana Puschak

Es gibt Menschen, die am gebrochenen Herzen sterben – davon war Joe Lederer überzeugt. Eine Schriftstellerin, die vor allem über die Liebe schrieb, einen schlechten Zauber, der selten gut endet. Dass das Bild der »Neuen Frau« der »goldenen« 1920er Jahre nicht mit der Realität übereinstimmt, thematisierte Lederer in ihren Romanen und bereits in einem ihrer ersten Gedichte: »Ich bin das Mädchen, das junge Mädchen deiner Zeit (…)/ aber ich glaube, die Menschen kennen mich eigentlich nicht, / sie verwechseln mich mit der Dame im Abendkleid, / (…)/ Ich bin das kleine Mädchen im Straßenbahnwagen, / das früh verschlafen in die Arbeit fährt.«

Joe Lederer, einst als »deutsche Colette« bezeichnet, gehört zu den vielen vergessenen Schriftstellerinnen, deren Werk auf dem Index der Nazis stand. Geboren wurde Josefine Lederer in Wien vor 115 Jahren – am 12. September 1904.

Ehe sie mit dem Roman »Das Mädchen George« 1928 debütiert und Erfolg hat, ist sie Privatsekretäri...

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