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12.09.2019 / Feuilleton / Seite 11

Wer braucht noch Volksschauspieler, die Geschäfte laufen

Liedermacher Hans-Eckardt Wenzel hielt am Dienstag in Lessings Geburtsstadt die sechste Kamenzer Rede

Ralf Richter

Er sei so sehr Pessimist, dass er sogar seinem eigenen Pessimismus nicht so recht traue, sagte Hans-Eckardt Wenzel an diesem denkwürdigen Dienstag abend in der Kamenzer Klosterkirche St. Annen. Ist also vielleicht doch noch nicht alles verloren? Der Liedermacher hielt im ausverkauften Gotteshaus die »sechste Kamenzer Rede« – wie gehabt zum »Volkspreis« von fünf Euro. Von den namhaften Politikern des Freistaates Sachsen hatte keiner den Weg in die Geburtsstadt Gotthold Ephraim Lessings gefunden, vielleicht, weil man von Wenzel weiß, dass er kein Blatt vor den Mund nimmt?

Darum wohl hatten ihn die Organisatoren von der »Arbeitsstelle für Lessing-Rezeption« ausgewählt. »Die misslungene Erziehung des Menschengeschlechts« war die Rede überschrieben. Zunächst wurde Wenzel vom MDR-Literaturredakteur Michael Hametner als einer angekündigt, der von sich sage: »Ich bin so, wie ich bin, weil ich in der DDR aufgewachsen bin.« Im Sinne Lessings kämpfe Wenzel für Mensc...

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