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11.09.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Die Entdeckung der Armut

Polnische Regierungspartei verspricht deutliche Erhöhung der Mindestlöhne. Vorschlag toppt sogar Forderung der Linken

Reinhard Lauterbach

Soziale Versprechungen dominieren die heiße Phase des polnischen Parlamentswahlkampfes. Den Vogel schoss am vergangenen Wochenende die Regierungspartei PiS ab. Parteichef Jaroslaw Kaczynski kündigte in Lublin an, dass die PiS, sofern sie an der Macht bleibe, den polnischen Mindestlohn in den kommenden fünf Jahren um insgesamt knapp 80 Prozent auf 4.000 Zloty (930 Euro) im Monat im Jahre 2024 erhöhen werde. Gegenwärtig liegt er bei 2.250 Zloty (523 Euro), wovon den Beschäftigten nach Steuern und Sozialabgaben etwa 380 Euro bleiben. Das toppt sogar noch die Forderung, die Ende August die Linke erhoben hatte: sofortige Erhöhung des Mindestlohns auf 2.700 Zloty, anschließend jährliche Anpassungen leicht über der allgemeinen Lohnentwicklung auf 56 Prozent des Durchschnittslohns im Jahre 2030. Nach dem PiS-Vorschlag würde der Mindestlohn von jetzt 46 Prozent des Durchschnittseinkommens auf künftig 64 Prozent steigen.

Polens Niedriglohnsektor

Kaczynski wolle mit...

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