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04.09.2019 / Feuilleton / Seite 14

Rotlicht: Reparationen

Jörg Kronauer

Kriegsreparationen sind ein modernes Konzept. Pressten schon die alten Römer nach einem militärischen Sieg ihren geschlagenen Feinden nicht nur Territorien, sondern auch beträchtliche Summen Geld ab, deren Höhe sie gewöhnlich ziemlich willkürlich bestimmten, so liegt heutigen Reparationen die spezifische Vorstellung zugrunde, dass derjenige, der den Krieg verloren hat, dem Sieger die entstandenen Schäden zu begleichen hat. Eine »Réparation des dommages«, also eine »Wiedergutmachung der Schäden«, forderte in diesem Sinne Artikel XIX jenes Waffenstillstandsabkommens, das das besiegte Deutsche Reich am 11. November 1918 mit den Siegermächten schloss. Mit ihm fand der Begriff »Reparationen« erstmals Eingang in die völkerrechtliche Terminologie.

Auf die Zahlung von Reparationen, bei denen es sich wahlweise um Geld- oder Sachleistungen handeln kann, sind seither eine ganze Reihe von Staaten verpflichtet worden. Italien etwa musste in dem Friedensvertrag, den es...

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