Der Schwarze Kanal: »Verkommen«
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30.08.2019 / Inland / Seite 2

»Die Behörden verzichten auf Anonymisierung«

Kritiker sehen in Testlauf für Zensus 2021 fahrlässigen Umgang mit Daten von Millionen Einwohern. Ein Gespräch mit Bijan Moini

Marc Bebenroth

Sie haben an der Verfassungsbeschwerde der Gesellschaft für Freiheitsrechte, GFF, gegen den Testlauf für Volkszählung im Jahr 2021 mitgewirkt. Was wollen Sie damit erreichen?

Es geht darum, dass Daten nicht ohne nachzudenken in einer Art und Weise verwendet werden, die nicht dem Grundsatz der Datensparsamkeit gerecht wird. Für diesen Testlauf werden vor allem deshalb mehr als 82 Millionen echte Datensätze zusammengeführt, weil die Bundesregierung zu bequem war, eine Alternative dazu zu finden. Dabei wäre eine Anonymisierung der Datensätze möglich und eben auch geboten gewesen. Diese Bequemlichkeit ist ein grundsätzliches Problem, das wir anhand dieses Testlaufs vom Bundesverfassungsgericht einmal aufgearbeitet haben möchten.

Wozu gibt es diesen Testlauf?

Einerseits soll geprüft werden, ob die gewählten Übertragungswege diese Menge an Daten gleichzeitig bewältigen können. Zweitens soll die Qualität der Daten erfasst werden, wobei nicht wirklich ersichtlich...

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