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24.08.2019 / Feuilleton / Seite 11

Wenn alles zerfällt

Durchaus urban: Bon Ivers neues Album »i,i«

René Hamann

Krispel, krispel. Musikalische Reisen in klangliche Abgründe, Hipsterbart und Eskapismus – so kennt man Bon Iver. Folk des 21. Jahrhunderts mit spukhaft verfremdeter Stimme. Es ist die Stimme von Justin Vernon, dem Mann hinter Bart und Bandnamen; darunter gibt es digital geschrotete Beats. Im wesentlichen hat sich das auch jetzt, wo Bon Iver offiziell eine Band sind, mit vier neuen festen Mitgliedern neben Vernon und jeder Menge prominenten Gästen, nicht groß geändert. Immer noch klingt alles sehr fragmentiert, wie ein Lagerfeuer im Flachbildschirm, vor dem jemand Gitarre spielt und dabei durch einen Verzerrer singt.

Die Waldschrathaftigkeit, auf die die halbe Welt bei der ersten Platte »For Emma, Forever Ago« (2008) so abfuhr, während sich andere schaudernd abwandte, ist spätestens auf dem neuen Album »i,i« einer gewissen Urbanität gewichen. Natürlich nicht allein deshalb, weil der Titel der Platte so startupmäßig anmutet. Der Sound ist luftiger und glei...

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