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23.08.2019 / Schwerpunkt / Seite 3

Die »Schredderaffäre« der ÖVP

Auch Österreichs Exbundeskanzler Sebastian Kurz im Zuge des »Ibizagate« in Skandale verwickelt

Christian Kaserer, Wien

Während die FPÖ vor allem mit der »Ibiza-Affäre« beschäftigt ist, kämpft der ehemalige Bundeskanzler Sebastian Kurz mit seiner Österreichischen Volkspartei (ÖVP) gegen die sogenannte Schredderaffäre, einer direkten Auswirkung der »Causa Ibiza«. Nach dem Bruch der Koalition mit der Freiheitlichen Partei (FPÖ) und zeitnah vor der erwarteten Abwahl von Kurz durch einen Misstrauensantrag im Parlament, ließ nämlich ein Mitarbeiter des Bundeskanzleramts fünf Druckerfestplatten vernichten. Auffällig daran war, dass der Mann dies unter falschem Namen in Auftrag gab und darauf bestand, beim Prozedere zugegen sein zu können und das Schreddern insgesamt dreimal durchzuführen. Die vernichteten Teile wollte er sogleich auch wieder mitnehmen, anstatt sie fachgerecht entsorgen zu lassen.

Aufgeflogen war der Vorgang nur, weil Kurz’ Mitarbeiter die Rechnung in Höhe von 76 Euro nicht beglichen hatte. Die zuständige Firma entdeckte über dessen o...

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