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22.08.2019 / Inland / Seite 4

»Unbedenklicher« Neonazi

Lübcke-Mord: Verfassungsschutz hat Erteilung einer Waffenbesitzerlaubnis an mutmaßlichen Komplizen des Täters nicht verhindert

Marc Bebenroth

Ein mutmaßlicher Komplize des Hauptverdächtigen im Lübcke-Mord durfte offenbar legal Waffen besitzen. Der als Neonazi bekannte Markus H. konnte laut gemeinsamen Recherchen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung per Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Kassel von 2015 eine Waffenbesitzkarte mit Munitionsberechtigung erhalten, wie die ARD am Mittwoch berichtete. H. besaß demnach drei Kurz- und zwei Langwaffen. Zudem sei er Mitglied im selben Sportschützenklub wie der mutmaßliche Mörder und Neonazi Stephan Ernst gewesen. Dort konnten beide dem Bericht zufolge mit eigenen scharfen Waffen schießen. Dies habe der Vorsitzende des Vereins mitgeteilt.

Bei der Stadt Kassel soll Markus H. im August 2007 eine Waffenbesitzkarte beantragt haben, wie die Recherchen ergaben. Die Stadt verweigerte sie, da er im Vorjahr wegen des Zeigens des Hitlergrußes und des Skandierens von »Sieg Heil!« in einer örtlichen Gaststätte zu einer Geldstrafe verurteilt worden war.

Der zweite...

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