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19.08.2019 / Ausland / Seite 7

Gegen das Vergessen

Der Streik der Lehrkräfte als Kampf um die Deutung der chilenischen Geschichte

Jule Damaske

Über sieben Wochen streikten in Chile mehr als 100.000 Lehrkräfte öffentlicher Grund- und weiterführender Schulen für bessere Arbeitsbedingungen und eine angemessene Finanzierung der Einrichtungen (jW berichtete). Unterstützung erhielten sie von einer Million Schülerinnen und Schülern, die sich mit den Protesten solidarisierten. Der Streik, der Ende Juli ohne Einigung mit der Regierung beendet wurde, war eine Reaktion auf die neoliberale Politik der rechten Regierung unter Präsident Sebastián Piñera, der Bildung wie eine Ware behandelt.

Direkter Auslöser des Ausstands war der Versuch der Regierung, die Lehrpläne zu reformieren und dabei Geschichte, Kunst und Sport in der Oberstufe zu Wahlfächern zu degradieren. Die Streichung von Geschichte als obligatorischem Fach für alle fördert das Vergessen von Vergangenheit. So entfiele unter anderem der an sich schon ...

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