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17.08.2019 / Inland / Seite 2

»Nostorf-Horst ist ein Skandallager für Geflüchtete«

Mit klassischer Musik gegen staatlichen Rassismus: Solikonzert in Mecklenburg-Vorpommern geplant. Ein Gespräch mit Cornelia Weigel

Markus Bernhardt

An diesem Sonntag wollen Sie mit 70 Musikerinnen und Musikern ab 12 Uhr ein Aktionskonzert für Geflüchtete aufführen. Auf Ihrem Programm stehen Werke von Franz Schubert und Giuseppe Verdi, zudem Stücke aus Afghanistan oder Syrien. Das Ganze soll unmittelbar vor dem Erstaufnahmelager Nostorf-Horst in Mecklenburg-Vorpommern stattfinden. Woher kam die Idee?

Wir möchten für die im Lager untergebrachten Geflüchteten ein Konzert als eindeutiges Willkommenszeichen spielen und so die Isolation der Menschen dort durchbrechen. Das zuständige Landesamt für Migration und Flüchtlingsangelegenheiten verwehrt uns bislang, das Konzert direkt im Lager aufführen. Aber das wollen wir nach wie vor.

Warum haben Sie sich für dieses Erstaufnahmelager entschieden?

Horst ist organisiert wie ein sogenanntes ANKER-Zentrum. Das Lager liegt völlig abgelegen in einem Waldstück im ehemaligen Grenzstreifen zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Kontakt der Bewohner zur ...

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