Schwarzer Kanal
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14.08.2019 / Ausland / Seite 7

Streit um Aufarbeitung

Japan will nicht an Verbrechen im Zweiten Weltkrieg erinnert werden

Rainer Werning

Am 15. August jährt sich zum 74. Mal der Tag, an dem der japanische Kaiser Hirohito in einer Rundfunkansprache das Ende des Krieges in Asien und im Pazifik und die Kapitulation Japans verkündete. Der »Tag der Befreiung« vom japanischen Kolonialjoch ist für die Menschen sowohl im Süden wie im Norden Koreas sehr wichtig. Und just an diesem Jahrestag knistert es gewaltig im Gebälk der bilateralen Beziehungen zwischen Japan und seinem Nachbarn Südkorea. Im Zentrum der Kontroverse steht der Umgang mit einst von japanischen Großfirmen zwangsrekrutierten Arbeitern sowie von der Kaiserlich Japanischen Armee zwangsrekrutierten Mädchen und Frauen aus (dem damals noch einigen) Korea, die während des Krieges massenhaft in japanischen Militärbordellen missbraucht wurden.

Seit Herbst vergangenen Jahres beschieden südkoreanische Gerichte, darunter der Oberste Gerichtshof in Seoul, dass japanische Firmen wie der Stahlhersteller Nippon Steel & Sumitomo Metal, der Masc...

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