Schwarzer Kanal
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14.08.2019 / Schwerpunkt / Seite 3

Eskalation im Jemen

Mit der Besetzung Adens durch Separatisten treten Differenzen innerhalb der Kriegskoalition ganz offen zutage

Wiebke Diehl

Vierzig Getötete, 260 Verletzte, Zehntausende aus ihren Häusern Geflüchtete und eine krachende Niederlage für Riad: Am Wochenende sind mit der Einnahme des Präsidentenpalastes und dreier Kasernen in Aden durch südjemenitische Separatisten des 2017 gegründeten »Südlichen Übergangsrats« (STC) die Risse in der von Saudi-Arabien angeführten Kriegsallianz gegen den Jemen einmal mehr deutlich zutage getreten. Die seit mehr als vier Jahren bestehende Koalition, die die nach Angaben der Vereinten Nationen größte humanitäre Katastrophe unserer Zeit ausgelöst hat, reagierte mit Luftangriffen auf ihre (ehemaligen) Alliierten, die ihrerseits seit Jahren von den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), dem zweitwichtigsten Protagonisten der Kriegsallianz, aufgerüstet und trainiert werden.

Die Regierung von »Präsident« Abed Rabbo Mansur Hadi, die von einem Großteil der internationalen Gemeinschaft anerkannt wird, aber seit Jahren weder demokratisch legitimiert ist noch ü...

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