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13.08.2019 / Feuilleton / Seite 11

Dillinger lässt grüßen

Die Grazie des Grubengrabens

Jürgen Roth

Weil die Menschheit wenig oder zuviel mit sich anzufangen weiß, kursieren seit langem Theorien darüber, dass die Wahrnehmung der äußeren Welt grundsätzlich oder notwendigerweise einer Täuschung unterliege, Lug oder dunkler Selbstbetrug sei, erkennbar sei die materielle Wirklichkeit nicht, mutmaßlich gebe es sie auch gar nicht. Kant könnte man, cum grano salis, nennen, Schopenhauer sowieso (ihn allerdings unter Berücksichtigung des merkwürdigen Widerspruchs zu seiner Philosophie des Mitleids).

Lenin hat mit diesem Unsinn aufgeräumt, nach ihm noch einmal Adorno. Dessenungeachtet rennen unvermindert Kohorten von Konstruktivsten herum, die behaupten, das Physische sei nichts anderes als der Ausfluss des Geistes, der Sprache, Ein-Bildung, Hinein-Bildung in etwas, das nicht existiere. Heilige akademische Dummdreistigkeit, die in Lohn und Brot setzt.

Nebenan betreibt man seit ...

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