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12.08.2019 / Thema / Seite 12

Nieder mit der Ironie!

Die Theater führen den notwendigen Kampf gegen rechts mit stumpfen Waffen und affirmieren die bestehende Ordnung. Saisonfinale (Teil 2 und Schluss)

Jakob Hayner und Erik Zielke

Was die Theater auch in der vergangenen Spielzeit beschäftigt hat, war der Erfolg rechter Parteien. So war die Auseinandersetzung mit »rechtspopulistischen Strömungen« Thema der Jahreshauptversammlung des Deutschen Bühnenvereins im Juni dieses Jahres. Diese Strömungen würden »für sich die Deutungshoheit über die Wahrheit in Anspruch nehmen«, hieß es in einer Verlautbarung des Bühnenvereins. Die Aufgabe der Theater sei es hingegen, »die Komplexität der Wirklichkeit als Reichtum abzubilden und emotional erfahrbar zu machen«. Es ist zu bezweifeln, dass das hauptsächliche Problem mit den Rechten deren vermeintlicher Wahrheitsanspruch ist. Bekanntlich haben die Faschisten zur Wahrheit ein reichlich strategisches Verhältnis, sie sind im Grunde Anhänger des Relativismus. Auch bleibt völlig unklar, welches künstlerische oder pädagogische Programm sich hinter der Abbildung oder Erfahrung der Wirklichkeit als Reichtum verbergen soll. Zumal sich bekanntlich die Wirk...

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