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12.08.2019 / Ausland / Seite 6

Waffenstillstand vorbei

Ukraine: Im Donbass wird wieder geschossen. Selenskij fordert Dringlichkeitssitzung. Regierungstruppen sollen Angriff planen

Reinhard Lauterbach

Der im Juli für das Bürgerkriegsgebiet im Donbass verkündete Waffenstillstand ist nach knapp drei Wochen Geschichte. Beide Seiten beschuldigen einander regelmäßig, die Waffenruhe zu brechen. Schwerster Zwischenfall war der Tod von vier ukrainischen Marineinfanteristen letzten Mittwoch in der Nähe der Ortschaft Pawlopol im Südabschnitt der Front. Die ukrainische Seite beschuldigte die Streitkräfte der »Volksrepublik Donezk«, die Soldaten mit einer Panzerfaust erschossen zu haben. Die Donezker Seite bestritt erstens, überhaupt in diesem Abschnitt geschossen zu haben, und zweitens zog sie den von der Ukraine angegebenen Hergang in Zweifel. Der Ort, wo die Soldaten gestorben seien, liege vier Kilometer westlich der Frontlinie; so weit reiche keine Panzerfaust. Vielmehr seien die Soldaten beim Versuch umgekommen, einen neu angelegten Kontrollposten mit einem Minenfeld zu umgeben.

Als Reaktion auf den Tod der vier Soldaten rief der ukrainische Präsident Wolodim...

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