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10.08.2019 / Geschichte / Seite 15

Stramm antikommunistisch

Vor 70 Jahren fanden die Wahlen zum ersten Bundestag statt. Die KPD wurde im Wahlkampf vehement behindert

Reiner Zilkenat

Bonn, am 22. September 1949: Der Bundestag tritt zur Debatte der Regierungserklärung zusammen, die Kanzler Konrad Adenauer (CDU) zwei Tage zuvor im Plenum des Parlamentes abgegeben hatte. Als der Vorsitzende der KPD, Max Reimann, das Wort ergreift, kommt es zu tumultartigen Szenen. Während seiner Ausführungen wird Reimann durch lautstarke Zwischenrufe immer wieder gestört. »Reden Sie doch endlich als Deutscher«, »Moskaus Agent«, »Bezahlter Provokateur«, »Schickt ihn nach Moskau«, schallt es ihm entgegen. Als Reimann die Oder-Neiße-Linie als »Friedensgrenze« bezeichnet, bricht ein Sturm der Entrüstung los, viele Abgeordnete der CDU verlassen den Plenarsaal. »Wir fordern die alten Grenzen wieder!« verlangt ein anonymer Zwischenrufer.

Da inzwischen die Lautsprecheranlage ohne Billigung des Sitzungspräsidiums abgeschaltet worden ist, kann die Rede Reimanns nicht mehr von allen Abgeordneten verstanden werden. Jetzt ist der Zeitpunkt für eine offenbar lang gepl...

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