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10.08.2019 / Inland / Seite 8

»Oftmals werden die Rechte von Nazigegnern beschränkt«

Grundrechtekomitee verklagt Freistaat Sachsen wegen Polizeieinsatz in Chemnitz 2018. Ein Gespräch mit Michèle Winkler

Gitta Düperthal

Sie haben am Dienstag Klage gegen den Freistaat Sachsen und die Polizeidirektion Chemnitz erhoben. Es ging um das Vorgehen bei einer Demonstration am 1. September 2018. Was werfen Sie der Behörde vor?

Damals gab es Proteste gegen neonazistische »Trauermärsche« von Pegida und der Gruppe »Pro Chemnitz«, nachdem ein Streit beim Stadtfest für einen Beteiligten tödlich ausgegangen war. Gegen diese Vereinnahmung des Todes eines Menschen protestierten viele Gegendemonstranten. An jenem Tag wollte ich mir aus sicherer Entfernung eine Kundgebung der AfD anschauen.

Ich war nicht Teil irgendeiner Versammlung, sondern bewegte mich frei durch die Stadt. Plötzlich wurde ich von Polizisten in einen sogenannten Kessel hineingedrängt, in dem die Beamten Protestierende umzingelt hatten. Ich wurde vier Stunden lang meiner Freiheit beraubt, zusammen mit 350 anderen Menschen. Später erfolgte eine Durchsage: Personalien würden aufgenommen, wir alle seien des Landfriedensbruchs...

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