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06.08.2019 / Schwerpunkt / Seite 3

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Diplomatie zwischen Washington und Teheran. Warum Trump auf iranisches »Einlenken« hofft

Knut Mellenthin

Irans »Revolutionsführer« Ali Khamenei hat mehrmals ein Verbot von Verhandlungen mit den USA ausgesprochen. Sie seien »Gift«, und mit der derzeitigen Regierung der USA zu verhandeln sei »noch giftiger«. Laut Verfassung ist der »Revolutionsführer« die höchste religiöse und politische Autorität der Islamischen Republik. Wenn der iranische Außenminister sich mit einem Abgesandten von Donald Trump trifft, kann das also nur eine unverbindliche Unterhaltung über beiderseitig interessierende Fragen, aber kein Versuch einer Verhandlungsanbahnung sein.

So geschehen am 15. Juli in der Residenz der iranischen Vertretung bei den Vereinten Nationen in New York. Mohammed Dschawad Sarifs Gesprächspartner war der republikanische Senator Randal Paul. Er ist der Sohn des mittlerweile 83jährigen Ronald Paul, der lange dem Abgeordnetenhaus angehörte und mehrmals republikanischer Präsidentschaftskandidat werden wollte. Ronald Paul hat sich einen Namen als »libertärer« Kritike...

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