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01.08.2019 / Thema / Seite 12

In aussichtsloser Lage

Vor 75 Jahren begann der Warschauer Aufstand. Es war der letzte Versuch der Exilregierung, das bürgerliche Vorkriegspolen zu retten

Reinhard Lauterbach

Jedes Jahr am 1. August kommt um 17 Uhr in Warschau der Verkehr zum Erliegen. Autos fahren an den Straßenrand, Straßenbahnen bleiben stehen, Sirenen heulen, die Passanten verharren in stillem Gedenken. Die Erinnerung gilt dem Beginn des Warschauer Aufstands vom 1. August 1944. Er war die größte einzelne Militäroperation einer europäischen Widerstandsbewegung gegen die nazideutsche Besatzung und gleichzeitig die am tragischsten fehlgeschlagene. Angetrieben vom Hass insbesondere der jungen Generation auf die Besatzer und anfangs unterstützt auch von der übrigen Zivilbevölkerung, blieb er militärisch wie politisch erfolglos. Um den Widerstand zu brechen, begingen deutsche Truppen an der Bevölkerung schwerste Kriegsverbrechen. Einem mehrtägigen Massaker im Arbeiterviertel Wola fielen zwischen dem 5. und 7. August mindestens 30.000 Menschen zum Opfer, ganz überwiegend Nichtkombattanten.¹ In Reaktion auf den Aufstand und um ein abschreckendes Beispiel zu statui...

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