Schwarzer Kanal
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01.08.2019 / Inland / Seite 5

Bilanz einer Privatisierung

Städtebahn Sachsen stellt Betrieb ein und meldet Insolvenz an. Leidtragende sind Fahrgäste, Steuerzahler und das Personal

Steve Hollasky

Täglich unterwegs »für Sie« mit dem Anspruch, »zuverlässig, pünktlich und freundlich zu sein«. So beschreibt sich die Städtebahn Sachsen (SBS) auf der Startseite ihrer Internetpräsenz unter wechselnden Bildern von Dieselzügen, die durch malerische Landschaften fahren. In der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag vergangener Woche war es damit erst einmal vorbei. Ohne Vorwarnung stellte die SBS ihren Betrieb ein. Das stellten viele Fahrgäste wegen der Unterbrechungen auf ihrem Weg zur Arbeit fest. Am Freitag meldete das Unternehmen dann Insolvenz an.

Mit der Pleite der SBS geht ein weiteres Stück Privatisierungsgeschichte im Bahnverkehr zu Ende. Dass es so kam, war nach Ansicht von Marco Böhme, sächsischer Landtagsabgeordneter der Linkspartei, alles andere als unvorhersehbar. Bei Streckenausschreibungen gewinne im Freistaat stets »der günstigste Anbieter«, der in der Folge mit den zu geringen Zuschüssen des Freistaats nicht handlungsfähig sei.

Auftraggeber der...

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