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31.07.2019 / Inland / Seite 5

Tropfen auf den heißen Stein

Zuschüsse aus Teilhabepaket für Kinder erstmals nach acht Jahren erhöht. Sozialverbände fordern Kommunen zum Handeln auf

Susan Bonath

Arme Kinder haben in Deutschland schlechte Bildungschancen. Knapp zwei Millionen Minderjährige lebten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) zufolge zum Jahresbeginn in einem Hartz-IV-Haushalt. Für sie soll es ab dem kommenden Schuljahr erstmals nach acht Jahren höhere Zuschüsse für Schulmaterial, Mittagessen und Vereinsmitgliedschaften im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets geben. Zudem soll es weniger bürokratisch als bisher laufen. Die Nationale Armutskonferenz, das Bündnis »Auf Recht bestehen« und der Sozialhilfeverein Tacheles haben ihre Zweifel daran. Weniger als ein Drittel der betroffenen Kinder habe bisher »wegen absurder bürokratischer Hürden« davon überhaupt profitiert, erklärten sie am Dienstag in einer gemeinsamen Mitteilung. »Um diesen Missstand zu beenden, fordern wir die Kommunalpolitiker und Sozialverwaltungen zum Handeln auf«, so die Verbände.

Das Bildungs- und Teilhabepaket ist Teil des sogenannten »Starke-Familien-Gesetzes«. Der ...

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