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29.07.2019 / Ausland / Seite 7

Kurz vernichtet

Österreichs Exbundeskanzler in »Schredderaffäre« verwickelt. Staatsanwaltschaft leitet Ermittlungen ein

Christian Kaserer, Wien

In Österreich jagt ein Politskandal den nächsten. Nach der sogenannten Ibiza-Affäre setzt ein Video, in dem die Vernichtung mehrerer Festplatten zu sehen ist, den Exbundeskanzler Sebastian Kurz unter Druck. Dieses war am 23. Juli zunächst von den österreichischen Zeitungen Kurier und Falter veröffentlicht worden. Zu sehen ist, wie ein Mitarbeiter der Regierung am 22. Mai das Schreddern mehrerer Festplatten in dem privaten Datenvernichtungsunternehmen »Reisswolf« persönlich überwacht. Vergangene Woche wurde nun bekannt, dass die »Zentrale Staatsanwaltschaft zur Verfolgung von Wirtschaftsstrafsachen und Korruption« Ermittlungen eingeleitet hat.

Recherchen des Falter hatten zuvor ergeben, dass der Leiter des »Social Media«-Teams von Kurz die Firma mit der Zerstörung von insgesamt fünf Festplatten beauftragt haben soll. Kurz’ Mitarbeiter gab dabei jedoch einen falschen Namen an und verlangte, den Schreddervorgang insgesamt dreimal in seinem Beisein durchzufüh...

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