Schwarzer Kanal
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26.07.2019 / Inland / Seite 8

»Je steiler die Thesen, desto besser für die Einschaltquote«

In TV-Talkshows wird politische Debatte nur inszeniert. Die AfD kommt dabei meist gut weg. Ein Gespräch mit Lutz Hachmeister

Kristian Stemmler

Immer wieder wird der Zusammenhang zwischen den Wahlerfolgen der AfD und der ständigen Präsenz ihrer Parteivertreter in Talkshows hergestellt. Aufregung gab es zuletzt, als der rheinland-pfälzische AfD-Chef Uwe Junge bei der ARD-Sendung »Hart aber fair« viel Raum bekam (siehe jW vom 3.7.). Sollten solche Leute generell nicht mehr in Fernsehrunden eingeladen werden?

Ich habe prinzipiell kein Problem damit, wenn ab und an ein Repräsentant der sogenannten Alternative für Deutschland in einer Talkshow sitzt. Eine Demokratie, die das nicht aushielte, wäre ernsthaft in Schwierigkeiten. Das Problem ist vielmehr die Quantität solcher monotonen Polittalks: die hektische und absehbare Themensetzung, die immergleichen Pseudoaufreger, die durchsichtige Inszenierung von Scheindebatten. Das war schon vor dem Aufkommen der AfD so. Deshalb wäre die einzige Alternati...

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