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26.07.2019 / Schwerpunkt / Seite 3

Vor dem »großen Krieg«

Die Türkei zieht erneut Truppen an der syrischen Grenze zusammen. Ihr Ziel: Die Zerschlagung der kurdischen Selbstverwaltung

Peter Schaber

Es ist wieder soweit: An der türkisch-syrischen Grenze marschieren Verbände der Armee des Autokraten Recep Tayyip Erdogan auf. Videoaufnahmen der kurdischen Nachrichtenagentur ANF zeigen, wie Bagger nahe der Grenzstadt Gire Spi (Tal Abyad) Gräben ausheben, auch ein Teil der die beiden Länder trennenden Mauer wurde entfernt. Haubitzen und anderes schweres Kriegsgerät wurden in Stellung gebracht. Das Ziel des türkischen Regimes ist klar: Es will die Zerschlagung der »Demokratischen Konföderation Nord- und Ostsyrien«, der auch unter dem Namen Rojava bekannten Selbstverwaltung, in der kurdische Parteien und Milizen eine entscheidende Rolle spielen. Ähnlich wie Anfang 2018, als die türkischen Streitkräfte in Afrin, einer der Provinzen dieser Konföderation, einfiel, geht es zudem um die langfristige Besatzung des Gebiets.

Wie der Norden Syriens nach einem Einmarsch Ankaras aussehen könnte, zeigt das Beispiel Afrins: Hunderttausende – vor allem kurdische – Bewoh...

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